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Der Igel

Habt ihr sie diesen Herbst auch schon wieder entdeckt?
Die kleinen Tierchen, die sich ganz wohl in den gefallenen Blättern und dichten Büschen fühlen: die Igel.

In Deutschland gibt es zwei Arten der Igel. Der am weitesten verbreitete Typ ist der Braunbrustigel – er kommt in den meisten Teilen Deutschlands vor. Der Weißbrustigel hingegen wird nur selten an den östlichen Teilen des Landes entdeckt.

Der Igel macht ein Winterschlaf und schläft unter einen Haufen von Blättern, dichten Gewächsen und mag seinen Garten etwas unaufgeräumt. 

Wenn der Igel sich bedroht fühlt, kann er sich in eine Kugel rollen und seine Stacheln zur Abwehr spreizen. Seine Stacheln sind braun und an den Spitzen etwas weiß. Stacheln sind eigentlich sehr harte Haare und besteht aus dem Material wie unsere Fingernägel: Keratin. Der Eiweißstoff ist die Grundsubstanz für die Festigkeit und Spannkraft der Igelstacheln. Ein erwachsener Igel kann 6000 bis 8000 Stacheln entwickeln. Jeder einzelne dieser piksenden Nadeln hat einen eigenen Muskel.

Ganz besonders gern frisst der Igel Würmer, Spinnen, Schnecken und Kellerasseln um den Winterschlaf zu überleben. Damit frisst sich Winterspeck an. Igel werden bis zu 7 Jahre alt.

Doch auch Äpfel und anderes Fallobst schmeckt ihnen gut. Meistens sind sie aber auf die Insekten aus, die in den gefallenen Früchten ihr Unwesen treiben. 

Straßen sind eine große Bedrohung für Igel. Trotz ihrer relativ zügigen Fortbewegung fallen ca. ½ Millionen Igel jedes Jahr der Straße/Autos zum Opfer. Auch die monotone Landwirtschaft gibt dem Igel nicht mehr viel Raum. 

Um dem entgegenzuwirken sollten Gartenbesitzer im Herbst den Garten nicht zu sehr aufräumen, damit mehr Raum für die Natur geschaffen wird und Igel, Nahrung und Unterschlupf finden können.